Characters of Colours.

Von Künstlern und Kontrasten.

Auf der Leinwand, in unserem Zuhause und sogar im Teeglas: Farben umgeben uns – und nicht nur das: Sie wecken Erinnerungen und schaffen Assoziationen, beeinflussen unsere Wahrnehmung, Emotionen und Erwartungen an einen Geschmack. Ein kleiner Einblick in die Welt der Farben.
Intensiv grüne Herbal-Infusionen, ein kräftig schwarzer Assam, sinnlich cremefarbene Oolong-Tees: Im Teeglas zeigen sich alle Facetten einer beeindruckenden Farbwelt. Tee ist bunt – und das ist so gewollt. „Das Auge nimmt die Farbe des Tees als visuellen Reiz auf, der im Gehirn verarbeitet wird. Farbe erzeugt in uns also Erwartungen an einen bestimmten Geschmack. Sie kann uns aber auch warnen, etwas nicht zu uns zu nehmen. Ein einfaches Beispiel ist unreifes Obst oder Gemüse: Erst, wenn der Apfel ein sattes Rot annimmt, können wir beruhigt hineinbeißen“ erklärt Avoury Tee-Expertin Heike Lohbeck.

Die farbenfrohe Welt des Tees.

Die Herstellung entscheidet über die Farbe des Tees: Schwarzer Tee wird oxidiert, damit die Teeblätter ihre kräftige, dunkle Tönung erhalten. Sie werden zunächst in einer Rollmaschine gerollt, damit ihre Zellwände aufbrechen. In die kleinen Risse gelangt Sauerstoff, der sich mit dem Zellsaft der Blätter verbindet. Der Tee oxidiert – und die kostbaren Blättchen nehmen eine schwarze Farbe an. Grüner Tee hingegen soll wirken wie frisch gepflückt. Deshalb brechen die Teebauern die Blätter nicht. Sie werden lediglich getrocknet und erhitzt. Doch Tee überrascht immer wieder: Für ein ungeahntes Farbspiel sorgt bei Avoury etwa der GRAND GRANATE. Im Grüntee hat ein Hauch von Rote Bete den Effekt, dass der Tee im Glas so rubinrot aussieht wie Granatapfelkerne. Und auch geschmacklich erinnert er an die fruchtig-süßen Kerne. Die Komposition überrascht so nicht nur Tee-Enthusiasten, sondern auch Menschen mit besonders visuellem Auge.

Räume, die Farbe bekennen.

Der GRAND GRANATE ist ein Meister der Verwandlung. Der Tee spielt mit der Identität von Farbe. Mit Farbcharakteren lässt sich aber auch in den eigenen Wohnräumen experimentieren: Im Bereich Interior ist der Einsatz von Farben besonders beliebt. Sie spiegeln hier im Idealfall nicht nur Trends, sondern die Facetten unserer Persönlichkeit wider. Wer zuhause Akzente setzen will, kann auf die Kunstlehre zurückgreifen, um das Meiste aus Farben herauszuholen. Der Schweizer Bauhaus-Pionier Johannes Itten beschäftigte sich etwa nicht nur mit ihrem Zusammenspiel mit Formen, sondern entwickelte auch sieben Farbkontraste.

Grand Granate

Dazu zählt z. B. der Kalt-Warm-Kontrast: Dieser entsteht, wenn warme Töne (Orange, Rot-Orange, Rot) und kalte Töne (Grün, Blau-Grün, Blau) kombiniert werden. Auf den Betrachter kann das unterschiedlich wirken: ruhig und belebend, schattig und sonnig zugleich oder luftig und erdig. Wer Wohnaccessoires und Wände in kalten und warmen Farben in der eigenen Wohnung einsetzt, sorgt für farbliche Eyecatcher. Wie wäre es z. B. mit einem Mix aus Wänden und Deko im optimistischen Korallenrot und einem tiefen Blau?

Von harmonischen Kompositionen.

Edler wirkt ein kräftiger Blauton im Zusammenspiel mit cremigen oder weißen Farbtönen. Was entsteht, ist ein Hell-Dunkel-Kontrast. Obwohl der Farbunterschied gering ist, empfiehlt sich die Kombination mit Schwarz. Weil Schwarz eine der beliebtesten Farben von Küchengeräten bzw. -einrichtungen ist, kann dies in der Küche spannend werden. Ob Toaster, Wasserkocher, Mixer oder Tee-Maschine: Die Avoury One im puren Schwarz bildet etwa einen absoluten Hingucker-Kontrast vor einem Wandstrich im klassischen Blau.

Harmonische Farbkombinationen sind ein sicherer Weg für alle, die sich langsam herantasten wollen: Im Sinne der analogen Farbzusammenstellung können Töne kombiniert werden, die auf der Farbpalette nah beieinanderliegen – das erzeugt sanfte, ausgewogene Farbübergänge.

Ob ein türkisstichiges Blau kombiniert mit Petrol, ein voluminöses Gelb mit Pastellgelb oder ein dunkles Flaschengrün im Wechsel mit olivfarbenen Nuancen: Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Besonders im Interior-Bereich zeigt sich, wie vielseitig die Charaktere der Farben sind – die Wirkungen auf den Betrachter scheinen unendlich. Zu Experimentieren lohnt sich!