Some like it sweet.

5 Facts on Sugar: der Guide für die perfekte Süße im Tee.

Von Kandis über Zuckerkristalle bis hin zu Honig – bewusst verwendet, gibt Zucker jedem Tee die gewisse Extranote. Was viele nicht wissen: Für jede Tee-Kategorie gibt es die passende Süße. Neben außergewöhnlichen Zucker-Fakten präsentieren wir hier die idealen Tea-Sugar-Matches.

Fact 1: RAW CANE.

Süßes Gold der Könige.

Der Rohrohrzucker besticht durch seine goldene Farbe, die er erhält, weil er weniger oft raffiniert wird als weißer Zucker. Die Melasse, die dabei an den Kristallen haften bleibt, lässt ihn dunkler aussehen und verleiht dem Zucker eine leicht karamellige Note – je dunkler der Zucker, desto intensiver diese Note. Weißer Rohrohrzucker hingegen wird so lange raffiniert, bis er seine Farbe verloren hat, und schmeckt entsprechend weniger intensiv. Dafür ist er länger haltbar. Die Verbindung von Rohrohrzucker zu Gold passt perfekt: Früher galt Zucker nämlich als absolutes Luxusgut – Könige demonstrierten damit ihren Reichtum. Zuckerrohr gelangte über Melanesien nach Neuguinea, die Philippinen, Indien und Persien und gegen Ende des 11. Jahrhunderts in den Mittelmeerraum. Schon dort wurde das Zuckerrohr ausgepresst, der Saft eingedickt und gefiltert. Der dann entstandene Zucker wird einmal in Wasser gespült, zentrifugiert und getrocknet. Am Ende entsteht der hellere Rohrohrzucker mit niedrigerem Melasseanteil und weniger Eigengeschmack. Wer karamellige Süße liebt, liegt mit dunkleren Zuckersorten genau richtig. Unsere Empfehlung: Der bernsteinfarbene RAW CANE ist die perfekte Ergänzung zu Schwarztees, aromatisierten Grüntees sowie zu Kräuter- und Früchte-Infusionen. Im Black Tea STRONG ASSAM unterstreicht der Zucker beispielsweise die kräftig-malzigen Aromen.

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Fact 2: JEWEL CANDY: Diamanten aus Zucker.

Zucker aus der Rübe ist langweilig? Von wegen! Man werfe einen Blick auf die Zuckerkristalle. Sie brauchen zwei bis drei Wochen, um ihre Größe von bis zu 24 mm zu erreichen. Das funktioniert, indem sie langsam in einer stark gesättigten Zuckerlösung kristallisieren und somit wachsen. Die süßen Diamanten sehen nicht nur ansprechend im Tee aus, sie lassen sich auch herauslöffeln und für eine weitere Tasse Tee nutzen – oder einfach als Bonbon lutschen. Das funktioniert, da sich der Kandiszucker nur sehr langsam auflöst. Wer den Süßegrad gerne selbst bestimmen möchte, kann ihn aber ganz einfach früher herausnehmen.

Unsere Empfehlung: JEWEL CANDY unterstreicht den Geschmack der feinen Teesorten, da er keinen Eigengeschmack hat, der die feinen Nuancen der leichten Tees überdecken könnte. Der milde Zucker unterstützt perfekt die sanft-blumige Note der Orchidee im Oolong THAI JING SHUAN.

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Fact 3: STRONG MASCOBADO.

Der starke Charakter unter den Zuckern.

Das "strong" im Mascobado steht für intensiven, leicht malzigen Karamellgeschmack. Mascobado ist ein einzigartiger Vollrohrzucker, der nach traditionellem Verfahren auf den Philippinen hergestellt wird. Dazu wird der Saft des Zuckerrohrs nur gefiltert, eingedickt, getrocknet und gemahlen. Wertvolle Mineralien und Vitamine bleiben so erhalten – dieser süße Verführer hat es in sich. Kein anderer Zucker hat ein derart unverfälschtes und einzigartiges Aroma, das so vielfältig eingesetzt werden kann: von jeglichen Speisen über Soßen bis hin zu Desserts. Der starke Zucker ist zum Beispiel auch in Cocktails wie dem Mojito oder dem Caipirinha zu finden, da er intensiver schmeckt als regulärer Rohrzucker. Unsere Empfehlung: Der Vollrohrzucker eignet sich für kräftige Schwarztees oder vollaromatische Kräuter- und Früchte-Infusionen. Der STRONG MASCOBADO unterstützt im EPIC LIQUORICE den Geschmack von aromatischem Anis, frischem Fenchel und kräftigem Süßholz.
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Fact 4: Honig: erste Wahl der Götter.

Die Geschichte des Honigs scheint endlos: Schon die Steinzeitmenschen sammelten Honig, das belegen Höhlenmalereien. Die alten Ägypter bezeichneten ihn als Speise der Götter, glaubten, er mache unsterblich, und legten ihn sogar Gräbern bei.

So vielseitig seine historische Bedeutung, so vielseitig sind auch die Honigarten, die für süßen Facettenreichtum im Tee sorgen. Aber wie trinkt man Honig im Tee eigentlich richtig? Am besten schmeckt es, wenn ein Teelöffel Honig in circa 250 ml Tee aufgelöst wird. Wichtig: Der Tee sollte etwas abkühlen, bevor der Honig hinzukommt. Nur so kann er sein volles Aroma entfalten.

Unsere Empfehlung: Weil Honig einen starken Eigengeschmack hat, eignet er sich am besten für Tee-Sorten, die ebenfalls geschmacksintensiv sind. So ergeben Tee und Honig eine interessante Geschmacksliaison. Zu Akazien- oder Blütenhonig ist der EASY DREAMER das Perfect Match. Die ausgewogene Kombination aus Fenchel, Baldrian und wohltuender Melisse im Tee wird durch den Honig untermalt.

Fact 5: Kokosblütenzucker.

Vom Pflanzenpressen zum Zucker.

Richtig gelesen, auch Pflanzen lassen sich auspressen. Zuckerbauern klettern auf die bis zu zehn Meter hohen Kokospalmen, deren Blütenstände die Basis für Kokosblütenzucker enthalten. Diese werden abgebunden und beschnitten, sodass ein süßer Saft gewonnen werden kann. Interessant: Ungefähr 50 Jahre lang lassen sich Kokospalmen auspressen. In Asien schon lange verwendet, ist er in Deutschland hingegen erst seit einigen Jahren beliebt. Auch er schmeckt besonders karamellig, weist darüber hinaus feine Malz- und Vanillenuancen auf. Obwohl der Name anderes vermuten lässt, schmeckt Kokosblütenzucker in keiner Weise nach Kokos. Unsere Empfehlung: Kokosblütenzucker untermalt in Schwarztees wie EARL GREY den Geschmack von eleganten Zitrusnoten und echtem Bergamottöl aus Kalabrien.